I. EINLEITUNG

1. Fragen zur Telearbeit

Dezentrale Beschäftigung versus betriebliche Arbeiten?

Mit dem Uebergang zum "papierlosen Büro" entfällt immer mehr der umständliche Austausch von Akten und Schriftstücken. Kommunikationstechnische Verbindungen zwischen den häuslichen Terminals und der betrieblichen EDV-Anlage sind heute keine Seltenheit mehr. Die Folge ist, dass die bisherigen Argumente, die den Broterwerb im zentralen Betrieb verlangten, allmählich an Bedeutunq verlieren.

Welche Formen von Arbeit werden in der Zukunft gefordert?

Die Beschäftigung nimmt immer noch den zentralen Platz im Leben der einzelnen Individuen, wie auch in der gesamten Gesellschaft ein. An ihr orientiert man sich nach wie vor, wenn es beispielsweise um Ausbildungs- oder persönliche Laufbahnentscheide geht. Folglich besteht ein dringender Bedarf an verlässlichem Wissen über die gegenwärtige Situation und die zukünftigen Trends in der Arbeitswelt1.

Wie entwickelt sich die Telearbeit in der Schweiz?

Die elektronische Telearbeit wird vielerorts als die Arbeitsform der kommenden Jahre gepriesen. "Bereits heute bestehen 1,3 Millionen Telearbeitsplätze in Europa, wobei fast die Hälfte britischer Herkunft sind. In Frankreich sollen derzeit 220'000, in Deutschland 150'000 und in Italien 100'000 Telearbeiter beschäftigt sein"2. Der Anteil von "Telearbeitern" an der Gesamtzahl der erwerbstätigen Personen in der Schweiz macht heute bestenfalls Bruchteile von Promillen aus. Jedoch gehen vorsichtige Schätzungen für helvetische Verhältnisse von bis 100'000 Telearbeitsplätzen im Jahr 2010 aus.  Weiter

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1) vgl. Geser H.; u.a.; Wandel der Schweizerischen Arbeitswelt, S. 10 ff
2) Baumgärtner T. Artikel: "Freitag ist Bürotag", Die Zeit, Nr. 36, 1.Sept. 1995




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