Diese Unsicherheit in der Begriffwahl kommt nicht von ungefähr. Viele Autoren benutzen unterschiedliche Begriffe für Arbeitsformen, welche in die Kategorie der Telearbeit fallen. So wird z.B. von Satellitenbüros, Nachbarschaftsbüros, Desksharing usw. gesprochen. All diese Spezialisierungen der Telearbeit gehören jedoch zur Kategorie des ganz oder teilweise dezentralen Arbeitsortes in der Nähe des Wohnortes.
[Ulrich 1994] definiert Telearbeit als die Möglichkeit der zeitlichen und räumlichen Entkoppelung von Büroarbeit durch den Einsatz von Mitteln der Telekommunikation. Telearbeit wird in der Literatur als Oberbegriff für die verschiedenartigsten Arbeitsformen ausserhalb des eigentlichen Betriebes verwendet. [Schoch 1995] unterscheidet insbesondere drei Varianten:
Unter Satellitenbüros versteht man das Ausgliedern eines Teils der Mitarbeiter in ein Büro in der Nähe des Wohnortes der Arbeitnehmer. Voraussetzung hierfür ist, dass die Mitarbeiter entweder bereits in der Nähe dieses Satellitenbüros wohnen bzw. den Wunsch haben, dorthin zu ziehen. Für die Unternehmung bietet sich auf der anderen Seite Gelegenheit, Mitarbeiter aus Regionen einzustellen, die nicht bereit sind, am heutigen Standort der Unternehmung zu arbeiten, indem in ihrer Nähe ein Satellitenbüro errichtet wird.
Bei den Nachbarschaftsbüros werden dieselben Vorteile von mehreren
Unternehmungen genützt. In einem Büro arbeiten Teleworker unterschiedlicher
Unternehmen vereint. Diese Form ist jedoch nicht für alle Branchen
geeignet. So können z.B. bei Banken, Versicherungen etc. Sicherheitsprobleme
auftreten, die eine Arbeit in einem Nachbarschafts-büro verunmöglichen.
Auf der anderen Seite können jedoch gewisse branchenübergreifende
Synergien auftreten. In informellen Pausengesprächen können so
Probleme des einen Teleworkers plötzlich ganz andere Perspektiven
erlangen. weiter
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