c)Bezogen auf die Dezentralisierung von Arbeitsgruppen im Sinne der Satellitenbüros gelten folgende organisatorische Zielsetzungen: Der betreffenden Arbeitsgruppe ist ein möglichst abgeschlossenes, ganzheitliches Aufgabengebiet zu übertragen; sie soll eine eigene Führung haben und über eine geeignete Infrastruktur verfügen. Die Kommunikationserfordernisse von und nach "oben" werden überwiegend durch klar abgrenzbare Vereinbarungen befriedigt.

d)Kontakte zur "Mutterorganisation" sollen sowohl durch Medien der Telekommunikation wie auch durch regelmässige persönliche Kontakte sichergestellt werden können. Die Abgrenzung der Arbeiten gegenüber der Zentrale muss durch einen abhängigen Aufgabenzusammenhang gekennzeichnet sein (Teamarbeit). Die interne Arbeitsorganisation soll Stellvertretung jederzeit gewährleisten.

e)Die Arbeitsverträge müssen in jedem Fall Benachteiligungen gegenüber einem Normalarbeitsvertrag ausschliessen.

Unter Einhaltung dieser Rahmenbedingungen wird das Projekt der Telearbeit bei der SKA sicherlich auch in Zukunft auf ein positives Echo auf Arbeitgeber- wie Arbeitnehmerseite stossen.

Die Frage drängt sich auf, inwieweit die SKA die Konsequenzen aus den positiven Erfahrungen des Bereiches Informatik zieht und die Telearbeit auch auf andere Gebiete ausdehnt.

2.2. IBM Schweiz

Die IBM Schweiz [IBM 1996] ist seit 1995 am Bändliweg in Zürich tätig und hat mit dem Umzug ins neue Gebäude auch einen grossen Schritt in Richtung Telearbeit vollzogen.

In der IBM wurden unter dem Sammelbegriff "Ausserbetrieblicher Arbeitsplatz" drei Programme zusammengefasst:

a.) Home Terminal Programm (HTP): Am HTP können alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen teilnehmen, welche die Möglichkeit haben möchten, mit ihrer privaten Workstation - oder einer von der IBM zur Verfügung gestellten Workstation - von zu Hause aus auf IBM Systeme zuzugreifen. Ihnen wird von der IBM die dafür notwendige Hardware (Modem) und Software leihweise zur Verfügung gestellt.

b.) New Office Concept: Teilnehmer sind Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen definierter Gruppen oder Abteilungen - hauptsächlich aus dem Marketing- und Servicebereich -, die ihre Arbeitszeit je nach Bedarf bei der IBM, bei Kunden, bei Geschäftspartnern oder zu Hause verbringen. Die Teilnehmer des New Office Concepts haben bei der IBM einen Desk Sharing Arbeitsplatz. Sie nehmen gleichzeitig am HTP Programm teil, um von überall her ausserhalb der IBM Zugriff auf die IBM Systeme zu haben. Sie erhalten von der IBM einen "ThinkPad" (Notebook) zur Verfügung gestellt. Die Kosten für Telefongebühren, Gebührenauszug oder einen zweiten Telefonanschluss werden über Spesenbelege abgerechnet.

c.) Heimarbeitsplatz: Teilnehmer sind Mitarbeiter, welche Aufgaben wahrnehmen, die keine Präsenz in IBM Lokalitäten erfordern (z.B. Programmentwicklung und -unterhalt, entfernte Systemüberwachung). Benützer dieses Programmes treffen mit der IBM eine spezielle Vereinbarung.

Das Hauptgewicht der Telearbeit liegt bei der IBM beim Desk Sharing. Viele der Mitarbeiter und Manager (vor allem aus den Bereichen Marketing, Services, IBM Informatica, etc.) verbringen einen mehr oder weniger grossen Teil ihrer Zeit bei Kunden und Geschäftspartnern, also nicht in ihrer angestammten IBM Umgebung. Die Präsenz am persönlichen Arbeitsplatz wird darüber hinaus vermindert durch Ferienabwesenheiten, Aus- und Weiterbildung, Meetings, Besprechungen, Arbeiten an Test- und Demosystemen in speziellen Räumlichkeiten, Militärdienst, staatspolitische Aufgaben sowie Arbeiten in anderen IBM Niederlassungen im In- und Ausland.

Desk Sharing ist die Schlüsselkomponente des New Office Konzepts. Es bezweckt, dass verschiedene Mitarbeiter eine bestimmte Anzahl Arbeitsplätze gemeinsam benützen; gleichzeitig sollten möglichst wenige "ungenutzte" Arbeitsplätze herumstehen. Die Anzahl Arbeitsplätze soll so optimiert werden, dass alle gleichzeitig anwesenden Mitarbeiter einen solchen zur Verfügung haben.

Wichtigster unternehmerischer Vorteil ist die bessere Ausnutzung des Büroraumes und damit eine Senkung der Fixkosten. Darüber hinaus gibt es eine Reihe zusätzlicher betrieblicher, aber auch individueller Vorteile: weiter  
 
 
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