Bei der CS wird das Projekt in Zukunft auf dem heutigen Niveau stehen bleiben. Laut CS ist die Zeit im Allgemeinen und der Informatikbereich im Besonderen zu schnelllebig, als dass sich hier eine erhöhte Investition rechtfertigen würde. Man sieht auch wenige Branchen, die für diese Arbeitsform geeignet scheinen. Ein Potential wird am ehesten im Dienstleistungsbereich ohne hohe Sicherheitsansprüche gesehen.
Der Gedanke der Heimarbeit scheint von vielen Anwärtern nicht ganz durchdacht zu sein. Die Idee, zu Hause zu arbeiten und mit einem Auge ein Kind zu beobachten bzw. zu betreuen, ist nicht realisierbar. Man kann zu Hause arbeiten, braucht jedoch sein eigenes Büro und muss abgeschirmt sein, damit man sich auch wirklich konzentrieren kann. Aus diesen Gründen ist die CS eher zurückhaltend. Ein wichtiges Problem besteht für die CS im Bereiche Sicherheit. Für Übergangslösungen findet auch die CS immer Lösungen, jedoch ist man langfristig eher skeptisch. Ebenfalls der immer grösser werdende Anteil an Teamarbeit im Informatikbereich dient nicht der Förderung von Heimarbeit.
Aufgrund der Auftragslage und der Nachfrage auf Kundenseite, geht man beim Foyer Handicap davon aus, dass in Zukunft Stellen geschaffen werden. Das Potential wird v.a. Gesamtschweizerisch als sehr gross eingestuft. Erstens existiert ein Nachbarschaftsbüro in diesem Sinne nur in der Westschweiz und zweitens spricht die Auftragslage und die Nachfrage eine ganz deutliche Sprache. Das ganze Umfeld der Wirtschaft - und im besonderen die wirtschaftlichen Probleme wie Arbeitslosigkeit, Wirtschaftsflaute, Rückgang der Arbeitszeit und Beschäftigung - werden den Prozess der Einführung von Telearbeitsplätzen beschleunigen.
Auch wenn von Seiten der Sozialpartner immer wieder kritische Stimmen zu hören sind, werden viele Arbeitnehmer in Zukunft auf Abruf tätig sein oder anders formuliert als Selbständige ihre Dienste als Telearbeiter anbieten müssen. Auf der anderen Seite wird dieser Trend durch vermehrtes Outsourcing und Arbeit auf Abruf auf Arbeitgeberseite bestätigt.
Die IBM hat ihr Potential 1995 mit dem Umzug an den Bändliweg in Zürich und der gleichzeitigen Umstrukturierung ihres Betriebes für den Moment mehr oder weniger ausgeschöpft. Es wird aber auch bei IBM nicht ausgeschlossen, dass in Zukunft noch mehr Arbeitsplätze nach dem Desksharing-Prinzip gestaltet werden.
Allgemein wird der Arbeitsform "Telearbeit" ein grosses Potential vorausgesagt. Dies aufgrund der Erfahrung, welche andere IBM Filialen in der ganzen Welt gemacht haben. Gerade für Betriebe wie die IBM mit viel Kundenkontakt und Aussendienstanteil stellt sich die Frage, ob wirklich ein voller Arbeitsplatz am Hauptsitz aufrechterhalten werden muss.
Für Zutt und Partner ist die Sache klar: das Potential ist enorm. Zur Zeit werden bei Zutt und Partner ganz dringend Arbeitnehmer gesucht. Das Problem besteht jedoch darin, die richtigen Personen zu finden. Sehr wahrscheinlich gibt es die Leute noch gar nicht, die gesucht werden. Zum ersten Mal wurde auch eine Stelle als reine Telearbeitsstelle ausgeschrieben. Man zweifelt jedoch, ob die Zeit und die Menschen bereits reif dafür sind. Für den Pionier Zutt und Partner erweist sich die Suche als sehr schwierig.
Allgemein setzte man ganz klar auf Telearbeit. Wie lange es jedoch dauern wird, bis dieser Arbeitsform auf breiter Basis zu einem Durchbruch verholfen werden kann, ist schwer abschätzbar.
Die Gestaltung der Arbeit muss allgemein flexibler werden. Um in der heutigen schnelllebigen Zeit agieren zu können, muss man flexibel sein - alle anderen werden gerade in der hektischen Brache, in welcher Zutt und Partner tätig ist, nur geringe bis keine Chancen haben.
Die Arbeitnehmer scheinen aufgrund von Gesprächen und auch der Fluktuationsrate, mit den von Zutt und Partner praktizierte Modellen zufrieden zu sein.
Die Umfragen haben eindeutig gezeigt, dass praktisch überall persönliche Wünsche zum Durchbruch der Telearbeit geführt haben. Sei dies nun, um vorübergehende Betriebsabwesenheiten zu überbrücken, damit man den Anschluss nicht verliert oder aber der Gedanke, Familie und Beruf einander näher zu bringen. Eine Ausnahme bildet in dem Sinne die CS, welche sich zu diesem Schritt aufgrund der Mitarbeiterrekrutierungsprobleme entschieden hat.
Änderungen in den persönlichen Verhältnissen wie Schwangerschaft, Behinderung oder aber eine Neuaufteilung der Aufgaben mit dem Lebenspartner wecken vielfach den Wunsch nach flexibleren Arbeitsmodellen. Hier kann mittels Telearbeit viel erleichtert - jedoch nicht alles gelöst werden. Wie bei der Einführung vorgegangen werden kann, beschreibt das nächste Kapitel.
Weiter
| Vor Zurück Inhalt |