Freiheit bedeutet Verantwortlichkeit.
Das ist der Grund,
weshalb die meisten Menschen sich vor ihr fürchten.
(Shaw)
Nach dem nun die Möglichkeiten der Art und Weise der Einführung von Telearbeit im Unternehmen ausgiebig diskutiert wurden, gilt es in einem abschliessenden Kapitel ein Zukunftsszenario aufzustellen. Die Wünsche und Ängste der Arbeitnehmer auf der einen Seite und anderseits die Möglichkeiten und Erwartungen auf Unternehmensebene werden einander gegenübergestellt. Ausgehend von diesen Resultaten wird anschliessend ein Modell einer möglichen Gestaltung der Arbeits- und Lebenswelt des nächsten Jahrhunderts zur Diskussion gestellt. Dies soll in keiner Art und Weise ein abschliessendes Modell darstellen, sondern ein zu Überlegungen und Handlungen anregendes, vielleicht teilweise auch provozierendes, Szenario des Zusammenlebens - der Metamorphose und Symbiose - zwischen Unternehmung, Familie und Freizeit.
Von der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialforschung [Schoch 1995] WI-SO, wurden in den vergangen Jahren immer wieder Erhebungen durchgeführt, um die Akzeptanz der Telearbeit bei den Arbeitnehmern festzustellen.
Im Folgenden werden in einem ersten Teil die Resultate dieser Untersuchungen auszugsweise wiedergegeben. Als Quelle diente dabei die Seminararbeit bezüglich Telearbeit [Hallenbarter 1996]. Dabei werden die von den Arbeitnehmern wahrgenommenen Vor- und Nachteile geschildert. Anschliessend werden neue Formen des Arbeitnehmers der Zukunft dargelegt. Diese können wie bereits erwähnt so weit gehen, dass nicht mehr von einem eigentlichen Angestellten gesprochen werden kann, sondern von einem modernen Selbstangestellten.
Von der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialforschung [Schoch 1995] WI-SO, wurden in den vergangen Jahren immer wieder Erhebungen durchgeführt, um die Akzeptanz der Telearbeit bei den Arbeitnehmern festzustellen.
Im folgenden werden die Resultate dieser Untersuchungen auszugsweise wiedergegeben:
Die meistgenannten einzelnen Vorteile der Telearbeit sind nach Aussage der Befragten die "Möglichkeit, sich die persönliche Arbeitszeit selber und frei einteilen zu können", also die Flexibilisierung der Arbeit und der Arbeitszeit (1992: 47%), sowie mehr oder bessere Gestaltung der Freizeit (5%). Am zweithäufigsten wird der Wegfall des Arbeitsweges genannt (43%). Weitere Argumente zugunsten der Telearbeit sind ferner die private und ruhige Arbeitsatmosphäre zu Hause (zusammen 20%).
Alle diese Argumente werden im Verlaufe der Jahre zunehmend häufiger erwähnt und haben 1992 gegenüber 1987 an Bedeutung stark gewonnen. Diese Vorteile kommen den Wünschen einer grossen Zahl von Arbeitnehmern entgegen.
Kleine Minderheiten von je einigen Personen erwähnten als weitere Vorteile:
Etwa zwei von zehn Befragten können keine Vorteile nennen. Hier zeigt sich der nach wie vor eher geringe Informationsstand sowie anhaltende Unsicherheit in der Bevölkerung bezüglich der Einsatzmöglichkeiten der Telearbeit.
Nicht erkannt und erwähnt werden die grössere Freiheit in der Wahl des Wohnortes oder weitere, eher gesamtgesellschaftliche und gesamtwirtschaftliche als individuelle Pluspunkte. Dazu gehören z.B.: die Aufwertung von geographischen Randgebieten, die Reduktion der Pendlerströme und damit der Schutz von Natur und Umwelt infolge geringeren Energie- und Landverbrauchs oder weniger Immissionen dank Telearbeit.
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