Bei dem von der IBM praktizierten Desksharing lag die Motivation darin, dass viele der Mitarbeiter und Manager (vor allem aus den Bereichen Marketing, Services, IBM Informatica, etc.) einen mehr oder weniger grossen Teil ihrer Zeit bei Kunden und Geschäftspartnern verbringen, also nicht in ihrer angestammten IBM Umgebung. Die Präsenz am persönlichen Arbeitsplatz wird darüber hinaus vermindert durch Ferienabwesenheiten, Aus- und Weiterbildung, Meetings, Besprechungen, Arbeiten an Test- und Demosystemen in speziellen Räumlichkeiten, Militärdienst, staatspolitische Aufgaben sowie Arbeiten in anderen IBM Niederlassungen im In- und Ausland.
Mit Desksharing als Schlüsselkomponente des New Office Konzeptes bezweckt man, dass verschiedene Mitarbeiter eine bestimmte Anzahl Arbeitsplätze gemeinsam benützen; gleichzeitig sollten möglichst wenig "ungenutzte" Arbeitsplätze herumstehen. Die Anzahl Arbeitsplätze soll so optimiert werden, dass alle gleichzeitig anwesenden Mitarbeiter einen solchen zur Verfügung haben. Das Ziel ist eine bessere Ausnutzung des Büroraumes und damit eine Senkung der Fixkosten. Hier kommt das erste Mal der Kostenfaktor ins Spiel im Zusammenhang mit der Einführung von Telearbeit. Bei den anderen befragten Unternehmungen spielte dies eine eher untergeordnete Rolle.
Die Effizienzsteigerung ist insofern vorhanden, als den Mitarbeitern die unternehmerische Freiheit gegeben wird, den Arbeitsort und die Arbeitszeit den Bedürfnissen anzupassen. Dabei spielt die Möglichkeit, auch daheim arbeiten zu können, eine wichtige Rolle, da dies in vielen Fällen im Interesse der Mitarbeiter und der Firma liegt. Vereinbarkeit von Familie und Beruf, weniger Reisezeit für Arbeitsweg und geschäftliche Fahrten, hochkonzentriertes Arbeiten, Flexibilität, etc. sind einige der Vorteile, die ins Auge springen.
Bei Zutt und Partner war der Auslöser die Idee, in dieser relativ hektischen Branche Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Bei Zutt und Partner steht es denn auch jedem Mitarbeiter mehr oder weniger frei (abhängig vom Kundenkontakt), wo und wann er arbeiten will. Man wird einzig zur Integration in die Organisation gezwungen, d.h. die Benutzung derselben Tools. Was 1980 mit Faxgeräten anfing, entwickelte sich zum Kommunikationsnetz par excellence: Modems, Scanner, Mailboxen, graphische Computer-Welt, Voice-Mail, Multimedia, Video, Swissnet, CD-ROM, Direct-TV, Internet, digitale Kameras etc. prägten von nun an das Bild. Einen Überblick über die Vernetzung von Zutt & Partner gewährt nachfolgende Abbildung (Abb. 8):

Abb. 8: Das elektronische Netzwerk von Zutt & Partner (Quelle: Zutt & Partner)
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