Bei Zutt und Partner sind alle drei Formen der Telearbeit vertreten.
Angeboten werden die Arbeitsformen nach dem Cafeteria-Ansatz. Danach werden mit einer Art Menuplan dem Beschäftigten bestimmte Leistungen der Unternehmung zur freien Wahl angeboten.13 Im Falle der Firma Zutt & Partner geht es speziell um die Möglichkeit, die Form und den Ort der Arbeitsleistung weitgehend selbst zu bestimmen. Abhängig ist die individuelle Ausgestaltung der Arbeitsform vorwiegend von den Neigungen des einzelnen Mitarbeiters. Nach einer Eingewöhnungszeit von ungefähr einem Jahr kann jeder Mitarbeiter seine bevorzugte Arbeitsform frei wählen.

Auch bei Zutt & Partner gibt es Mitarbeiter, die nach wie vor nachtraditioneller Art im Büro arbeiten weil sie sonst den Kontakt mit denMitarbeitern vermissen würden. Von den 15 Mitarbeitern arbeiten nurwenige ausschliesslich zu Hause. Vorausgesetzt wird allerdings bei allendie Akzeptanz des ungewöhnlichen Organisations- und Kommunikationssystems.

6.4 Auswirkungen von Telearbeit auf das soziale Umfeld: Problematische Abgrenzung von Arbeit und Privatleben

Bei der Umfrage von Schoch14 werden von vielen Befragten negativeAuswirkungen auf das Familienleben befürchtet. Fast zwei Drittel derBefragten stimmten noch 1987 der Aussage zu, dass wenn ein Ehepartner der bisher auswärts arbeitete plötzlich beginnen würde wegen der Telearbeit zu Hause zu arbeiten, familienintern Spannungen und Konflikte entstehen können. In der Zwischenzeit scheint sich aber bei diesem Thema ein Umdenken abzuzeichnen. Mittlerweile werden solche Bedenken nur noch von etwa 40% der Befragten geteilt.

Die angesprochenen Probleme sind auch für die Mitarbeiter von Zutt & Partner nicht unbekannt. Das Arbeiten und das Wohnen soll in ihrem Modell zwar wieder zusammengeführt werden, aber nicht um jeden Preis. Es soll keine Telearbeit erzwungen werden, sondern sie soll nach folgenden Grundsätzen ermöglicht:

-Dort wo es möglich ist
-Für jede(n) die (der) das will
-In der Form die den Menschen und den Tätigkeiten angemessen ist.15  Weiter

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13) Keller Pfrunder, A. (1995): Individualisier-lng der Personal- wirtschaft, in: Die Unternehmung 4/95, S. 262.
14) Schoch, R. (1995): Telearbeit-Diffusion einer neuen Arbeitsform, S. 412.
15) Zutt, H.-P. (1991), in: SYSdata 7-8/91 (Interview).



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