Bei Zutt & Partner hält man diese Bedenken für nicht gerechtfertigt oder übertrieben. Investitionen in Computer und Schulung würden ohnehin anfallen, dies sei durch die Entwicklung und die Konkurrenzsituation in der Werbebranche vorgegeben. In der Firma wird projektbezogen gearbeitet. Theoretisch gibt es vorgeschriebene Präsenzzeiten und Mindestarbeitszeiten. Kontrolliert werden kann, ob der Computer zur fraglichen Zeit eingestellt war, jedoch nicht, ob zu der Zeit auch tatsächlich gearbeitet wurde. Laut Ph. Zutt ist dies aber auch nicht entscheidend. Die abgelieferte Arbeit könne sehr wohl beurteilt werden und sei schliesslich das entscheidene Kriterium, solange ein Mitarbeiter zu den abgemachten Zeiten erreichbar und die geleistete Arbeit gut sei.
Im Bereich der Teamarbeit werden die Vorteile der organisiertenKommunikation hervorgehoben. Arbeitsfortschritte und auftretende Fragen werden via Mail-Box oder per Telefon mitgeteilt. Telefoniert werden kann aber nur zu bestimmten vorgegebenen Zeiten. Dies führte aber nicht zu einem verminderten sondern zu einem konzentrierteren Informationsfluss. Die Kommunikation sei viel effizienter geworden, seit man im Unterschied zu konventionellen Betrieben nicht bei jedem auftretenden Problem einfach beim Büronachbar fragen kann. Das weitgehend ungestörte Arbeiten ist weiterer Vorteil dieser Organisationsform. Finanzielle Vorteile bieten die verminderten Kosten für Infrastruktur. So sind weniger Büro- und Parkplätze nötig. Weiter
_____________________________________________
18) Keller Pfrunder. A. (1991): Individualisierung der Personalwirtschaft, in: Die Unternehmung 4/95, S. 66.
| Vor Zurück |