4. Einführung und Ausbau der Telearbeit

4.1 Gründe für die Einführung der Telearbeit

In der Werbebranche herrscht hektischer Wettbewerb. Die Werber arbeiten im Durchschnitt l5 Stunden pro Tag2. Das Familienleben wird dadurch stark beeinträchtigt. Nach der Gründung der Werbeagentur hegte Hans Peter Zutt den Wunsch, Beruf und Familie unter einen Hut bringen zu können. Er wollte nicht mehr zwischen Arbeit und Familie hin und her gerissen sein und dies als Zeiterscheinung nicht mehr einfach akzeptieren. Er war entschlossen, seinen Traum, beruflich erfolgreich zu sein und gleichzeitig miterleben zu können, wie die Kinder heranwachsen, in die Realität umzusetzen. Dabei wollte er in seinem angestammten Beruf als Werber bleiben. So besann er sich auf seine Fähigkeiten in punkto Kommunikation und begann mit seinemdamaligen Partner eine alternaltive Arbeitsform zu suchen. Auf diese Weise so]lte auch ein Beitrag für einen Ausweg aus der drohenden"vaterlosen Gesellschaft" und damit zur Erhöhung der Lebensqualität geleistet werden3.

Zudem wollten Zutt und sein Partner das gegenseitige Stören im Büro bei der Arbeit möglichst ausschalten können aber doch in engem Kontakt bleiben.

4.2 Gründe für den Ausbau der Telearbeit

Die obengenannten Gründen waren die Motivation zur Einführung der Telearbeit gewesen. Später, in der Ausbauphase, waren sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Überlegungen mit im Spiel, ganz nach dem Motto: "Datenverkehr statt Strassenverkehr"4. Durch dezentrale Telearbeit wurden der Benzinverbrauch und die Fahrzeiten zur Arbeit ganz erheblich reduziert.

Die Mitarbeiter von Zutt und Partner, vorwiegend Graphiker, Texter oder Berater, üben kreative Arbeit aus. Ihre Ideen sind nicht von der Tageszeit abhängig. Telearbeit konnte ihren Wunsch nach flexibler Arbeitszeit befriedigen.

Als weiteren Vorteil der Telearbeit sah Hans Peter Zutt auch die verbesserten beruflichen Chancen für Frauen5. Dank Telearbeit können sie trotz Schwangerschaft und Geburt ihr berufliches Engagement fortsetzen und der Firma können wertvolle Mitarbeiterinnen erhalten bleiben, die sonst ausscheiden würden.   Weiter

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2) Gemäss Interview mit Ph. Zutt ( 1995).
3) o.V. (1991), in: Der Zürcher Oberländer, 22. Mai 1991, S. 7.
4) Zutt, H.-P. (1991), in: SYSdata 7-8/91 (Interview).
5) o.V. (1991), in: Der Zürcher Oberländer, 22. Mai 1991, S. 7.



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