5.2 Probleme bei der Implementierung

Ein reibungsloses Funktionieren der Telearbeit setzt voraus, dass alleMitarbeiter mit den neuen Arbeitsmitteln vertraut sind und diese aucheffizient anwenden können. Diese Voraussetzung bedingte eine relativ lange Umdenkens- und Gewöhnungsphase an die neue Arbeitsform und-technik bei den Mitarbeitern. Der Lernprozess dauert fort, weil immerwieder neue Kommunikations- und Bürotechniken auf dem Markt erscheinen und Zutt und Partner in deren Anwendung weiterhin Pionierarbeit leisten will.

Da die Arbeit nun auch zu Hause verrichtet werden kann, fällt es manchem Mitarbeiter schwer, nach der Arbeit sofort abzuschalten, weil der Weg zwischen Büro und Heim zum Abschalten wegfällt. Zudem stieg die Gefahr des "Zuvielarbeitens", da die Grenze zwischen Beruf und Privatleben fliessender wurde. Dieses Problem wurde laut Ph. Zutt dadurch weitgehend gelöst, dass die Mitarbeiter jenach Bedürfnis und Charakter zwischen Einzeller, Mehrzeller oder abwechselnd beide Formen frei wählen können.

Die grössten Schwierigkeiten bei der Realisierung des Telearbeitmodellswaren meist technischer Natur. Zutt und Partner musste diesbezüglichteilweise eigene Lösungen kreiren, was sich mitunter als sehr aufwendigerwies.

Das aufwendige System der Vernetzung, das erst die weitgehende Telearbeit ermöglichte, ist nicht absolut von den Störungen gefeilt. Treten aber irgendwelche Störungen im Netzwerk auf, könnte die gesamte Arbeit der Firma blockiert werden.

Obwohl dem Datensicherheitsproblem, das mit dem individualisiertenArbeitsortes unweigerlich verbunden ist, durch entsprechendeSicherheitsmassnahmen wie Passwort, Zugriffsberechtigung, Vorschriften über Diskettenverwahrung etc. entgegengetreten wurde, kann ein gewisses Restrisiko aber nie ausgeschaltet werden. Das volle Vertrauen in die Mitarbeiter bildet somit ein entscheidendes Erfolgsbasis bei der Telearbeit6Weiter

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6)Gemäss Interview mit Ph. Zutt (1995).



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