Bild 1: Modell der Teleworking-Teamarbeit in selbststeuernden Netzwerken [Seit95, 38]

Modellerläuterung:
A, B und C sind einzelne Aufgabenträger des selbststeuernden Netzwerkes und im Team “T” zusammengeschlossen. Alle Teammitglieder können von wechselnden Standorten aus arbeiten. (Zur besseren Übersichtlichkeit ist in Bild 1 nur für A die Teleworking-Arbeitsumgebung abgebildet). Die interne Struktur innerhalb der Organisation entspricht der eines Netzwerkes. Im Vergleich zu einem teamlosen Teleworkingmodell ist A operativ weniger autonom, da er in das Team “T” arbeitsorganisatorisch eingebunden ist. Er ist im selbststeuernden Netzwerkmodell ein wirklicher Akteur, der die Handlungen des Teams wesentlich mitbestimmt. (Im Modell der Teleeinzelarbeit wäre er eher “Re-Akteur”, der lediglich die ihm übertragenen Anweisungen ausführt). Die Struktur der Beziehungen zu anderen Akteuren in der Organisation ist für A trotz wechselnder Distanzen die gleiche, als hätte er seinen Arbeitsplatz in der Zentrale [Seit95, 38].

3 Das verteilte replizierte Gruppenprozessmodell

Hat man sich im Vorfeld der Implementation einer Teleworking-Konzeption für das skizzierte Modell entschieden, so gilt es anschliessend zu klären, welches konkrete Interaktions- und IV-Unterstützungskonzept zur Anwendung gelangen soll.Eine adäquate Interaktions- und IV-Unterstützung für Teleworking in selbststeuernden Netzwerken erhält man, wenn die IV-Unterstützungsbedürfnisse der Teamarbeit um die Anforderungen des Teleworking ergänzt werden. Man gelangt somit zu dem in Bild 2 dargestellten verteilten, replizierten Gruppenprozessmodell [BorS95, 119]. Rechner können Arbeitsplatzrechner, Grossrechner oder lokale Rechnerverbunde sein. Im Gegensatz zu einem nicht replizierten Gruppenprozessmodell sind die Gruppenprozesse hier verteilt und repliziert (d.h. gegeneinander abgeglichen und konsistent). Die Informationseinheiten des Gruppenprozesses sind ebenfalls pro Rechner verteilt und repliziert. Die Verteilung ist transparent, d.h. für den Teleworker ist die Arbeitsweise die gleiche wie beim zentralen Modell. Alle Informationen, inklusive von Planungs- und Lenkungsinformationen, werden an jeden Rechner weitergeleitet, was eine Konsistenzerhaltung der replizierten Informationseinheiten erzwingt. Neben der Zugriffs- und Ortstransparenz muss also zusätzlich eine Replikationstransparenz gegeben sein.  Weiter




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