Arbeitsplatz 2000 - das Grundthema unserer sechs Personalarbeiten. Dabei behandelt jeder Beitrag einen Aspekt der Arbeitsgestaltung, der für die Unternehmung der Zukunft von entscheidender Bedeutung sein wird. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Thema der Telearbeit aus multikultureller und anspruchsgruppenorientierter Perspektive.
"Mit der Telearbeit kommt der Arbeitsplatz zum Menschen''1 und nicht wie bis anhin üblich: Der Mensch geht zur Arbeit. Diese faszinierend neue Ausgangslage sowie verschiedene Artikel über Telearbeit in der Handelszeitung waren massgebend für meine Wahl des Themenbereiches Arbeitsgestaltung, welches mit der Möglichkeit verbunden war, mich weiter mit den Aspekten der Telearbeit auseinanderzusetzen.
Unter Arbeitsgestaltungspolitik wird die "Gesamtheit aller Aktivitäten verstanden, welche das Arbeitsfeld und das Arbeitsumfeld optimal auf die Persönlichkeit des Mitarbeiters2 abstimmen."3
Mit dem Thema Telearbeit wählte ich den Teilbereich des Arbeitsumfeldes4, welcher insbesondere die "Anpassung der äusseren Arbeitsplatzbedingungen an die physiologischen und psychologischen Bedürfnisse des arbeitenden Menschen, vor allem um Unfallschäden, Gesundheitsschädigungen und arbeitsbedingte psychische und physische Überlastungen des Mitarbeiters zu verhindern,''5 beinhaltet. Dabei sind die drei Teilgebiete des Arbeitsumfeldes - Arbeitsplatz, Arbeitsplatzumgebung, Arbeitszeit - gleichermassen betroffen. Weil die Telearbeit mehrere Teilgebiete des Arbeitsumfeldes berührt, legte ich mich auf folgende Aspekte fest: aus Sicht der Mitarbeiter Einkommen, Arbeitszufriedenheit und Familienleben, aus Sicht der Eigentümer Produktivität, Qualität des Arbeitsergebnisses und zusätzliche Investitionen, aus Sicht der Mitwelt Umweltschutzaspekte und aus Sicht des Kunden Nutzenveränderungen. Auswirkungen auf Mitarbeiter und Eigentümer bilden dabei den Kernbereich der Arbeit.6
Die Arbeit ist wie folgt gegliedert: Zuerst behandle ich das Thema Telearbeit im allgemeinen, um dann die konkrete Ausgestaltung von Telearbeit bei der Firma Zutt und Partner vorzustellen. Den Abschluss der Arbeit bildet ein Abriss über die Verbreitung der Telearbeit in der Schweiz, ein Resümee der Arbeit und vier provokative Thesen. weiter
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1) Schoch Rolf B., Telearbeit: eine soziotechnische Innovation in der Arbeitswelt, Zürich 1992, S. 395.
2) Alle Personenbezeichnungen der vorliegenden Arbeit beziehen sich auf Personen beider Geschlechter.
3) Hilb Martin, Personalpolitik, Vorlesungsunterlagen 5. Semester, St. Gallen 1995, S. 156.
4) Anzumerken ist, dass Telearbeit jedoch auch mit dem Teilbereich Arbeitsfeld Schnittmengen hat. Dabei sind u.a Beziehungsbedürfnisse, Arbeitsmonotonie, Arbeitszufriedenheit etc. zu nenen.
5) Hilb Martin, Personalpolitik, Vorlesungsunterlagen 5. Semester, St. Gallen 1995, S. 157.
6) Aufgrund der beschränkten Seitenanzahl der Arbeit habe ich die multikulturelle Perspektive weggelassen. Es ist jedoch wichtig, dass Telearbeit, wie sie hier vorgestellt wird, nicht überall gleich organisiert werden kann. Länderspezifische Gemeinsamkeiten als auch nationale Unterschiede sollten dabei gebührend berücksichtigt werden.