5. Schlussbemerkungen

5.1. Verbreitung der Telearbeit

In einer Untersuchung der Firma Wl--SO Dr. Schoch + Partner wurde das Ergebnis mit den Worten "Telearbeit in der Schweiz: Grundsätzlich akzeptiert, aber noch kaum realisiert,"51 umschrieben. Obwohl der Wissensstand über Telearbeit gering ist (nur 34% der befragten Personen haben von Telearbeit etwas gehört) ist die Bereitschaft, Telearbeit in irgendeiner Form auszuführen, von ca. 21% im Jahre 1987 auf 60% im Jahre 1992 gestiegen.52

Hans Peter Zutt schätzt, dass ca. 20% der Arbeit in der Schweiz für Telearbeit geeignet wäre und davon vor allem der tertiäre Sektor respektive die Verwaltung des sekundären Sektors betroffen ist. Gemäss Befragung von R. Schoch liegt die Prozentzahl bezüglich Arbeitsplatzeignung bei 44%.

In der USA steigt die Zahl der Telearbeitenden seit 1992 jährlich um 15%. Die Prognosen für die EU lauten, dass 7.5% der Erwerbstätigen im Jahre 2000 Telearbeiter sein werden.53

Dabei werden die technologischen Möglichkeiten, Energieknappheit, Qualität des Arbeitslebens und die Einsicht, dass der Mensch einer der wichtigsten Produktionsfaktoren ist54, neben weiteren Gründen als die treibenden Ursachen zur Sensibilisierung des Themas Telearbeit aufgeführt.

Trotzdem werden im Jahre 2000, nach Schätzungen von Hans Peter Zutt, nur 3% der möglichen Telearbeitsplätze in der Schweiz realisiert sein. Das heisst, 0.06% der Schweizer Bevölkerung werden um die Jahrhundertwende Telearbeit verrichten.55

In der Schweiz wenden u.a IBM, Swissair und die Zürcher Kantonalbank Telearbeit an.

5.2. Zusammenfassung

Trotz der höheren Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter, dem "Zusammenführen der Familie", welche wiederum positive Auswirkungen auf die Produktivität und Qualität haben, höheren Kundennutzen und einer Reduktion der Umweltbelastung ist ein eigentlicher Boom für Telearbeit ausgeblieben. weiter

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51) Schoch Rolf, Management Summary über Telearbeit in der Schweiz, Zürich 1992, S. 1.
52) Die Befragten wurden nach der einführenden Frage: "Haben Sie Telearbeit oder Telearbeitsplätze schon gehört?" über Telearbeit informiert. Schoch Rolf B., Telearbeit: eine soziotechnische Innovation in der Arbeitswelt, Bern 1995, S. 405.
53) Stolz Markus,Handelszeitung, Nr. 15, 11.April 1996, S. 15.
54) Dies in der Meinung, dass die Mitarbeiter möglichst lange im Betrieb behalten werden sollen, damit der Know-how-Abfluss gering ist.
55) Zum Vergleich: 1996 sind es in Großbritannien 2.2%, in Frankreich 0.98 % und in Deutschland 0.43% der arbeitenden Bevölkerung. Vgl. Telematik und Teleheimarbeit in der Praxis, Bern 1996, S. 10.  
 
 
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