Gründe für die langsame Verbreitung von Telearbeit liegen nach Philipp Zutt einerseits am allgemeinen Prozess des langsamen Diffundierens von Neuartigem ins Alltagsleben, andererseits auch an den Geschäftsleitungen, welche Angst haben, die Kontrolle über die Mitarbeiter zu verlieren.56 Zukünftig werden aber Mitarbeiter gebraucht, welche als Miteigentümer selbständig denken und handeln. Um diese Denkweise zu entwickeln und zu fördern, ist Telearbeit eine ideale Möglichkeit.

Wegen den vor allem von Arbeitnehmerorganisationen geäusserten Bedenken - etwa soziale Verarmung des Arbeitsplatzes - müssen einerseits geeignete organisatorische Massnahmen zum Ausgleich allfälliger Nachteile eingebaut und muss andererseits entsprechende Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit sämtlicher Beteiligter geleistet werden.

Neue Gesetze oder Anreize wie z.B. Ökobonus, CO2-Abgabe oder die Abschaffung der Abzugsfähigkeit von Arbeitswegkosten bei den Steuern könnten die Zahl der Telearbeiter jedoch erheblich beeinflussen.

5.3. Vier provokative Thesen

Aus der Sicht des Mitarbeiters:

Telearbeit wird die Möglichkeit sein, um Arbeit und Familie zusammenzubringen.

Aus der Sicht des Eigentümers:

Telearbeit wird in der Zukunit einer der wichtigsten Faktoren sein, um qualifizierte Mitarbeiter anzuwerben und in der Firma behalten zu können sowie um aus Mitarbeitern Mitunternehmer zu machen.

Aus der Sicht der Mitwelt:

Telearbeit wird sich als eines der wichtigsten Mittel im Kampf gegen die weitere Umweltverschmutzung etablieren.

Aus der Sicht des Kunden:

Der Kundennutzen wird entscheidend durch die verbesserte Motivation, Produktivität und Kreativität der Telearbeiter erhöht. weiter

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56) Vgl. Saner Corinne, Telearbeit - Organisationsformen - Rechtsformen, Zürich 1992, S. 32.

 
 
 
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