2. Definition der Telearbeit

Unter Telearbeit versteht man "berufliche Erwerbstätigkeit an einem Arbeitsplatz, der mit Bildschirm ausgerüstet und betriebsorganisatorisch dezentral zu Hause oder in der Nähe des Wohnortes eingerichtet ist und Telekommunikationsverbindungen zu einem räumlich entfernten Standort des Arbeits- oder Auftraggebers ermöglicht".7 Dabei werden allgemein drei Varianten8 unterschieden:

- Satelliten- und Nachbarschaftsbüro: Angehörige eines Betriebes arbeiten gemeinsam in einem in der Nähe des Wohnortes gelegenen Büro. Dabei werden gemeinsame Projekte und voneinander unabhängige Arbeiten erledigt.

- Alternierende Telearbeit: Mitarbeiter eines Betriebes arbeiten alternierend in der Zentrale des Betriebes und zu Hause respektive in Satellitenbüros.

- Individuelle, isolierte Telearbeit: Hier wird die Arbeit alleine, ohne Kontakt zu anderen Mitarbeitern zu Hause erledigt. Die Verbindung zum Betrieb wird durch technische Kommunikationsmittel hergestellt.

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der zweitgenannten Art von Telearbeit. Die Beschränkung auf alternierende Telearbeit erfolgte, weil diese Art m.E. das grösste Entwicklungspotential aufweist. Zudem wird der Schwerpunkt auf Telearbeit im Bürobereich gesetzt.

Der Ursprung der Telearbeit ist in der traditionellen Heimarbeit zu finden, welche zu Beginn des Jahrhunderts fast ausschliesslich in der Textilbranche anzutreffen war. Ende der fünfziger Jahren etablierte sich die kaufmännische Heimarbeit9. Die wichtigsten Berührungspunkte zwischen Heimarbeit und der Telearbeit liegen einerseits im Ort der Arbeit, nämlich zu Hause und andererseits in der Flexibilität der Arbeitszeit. Die Telearbeit hat jedoch gegenüber der Heimarbeit den wichtigen Vorteil, dass die Isolierung des Angestellten durch die modernen Kommunikationsmittel vernachlässigbar klein geworden ist.

3. Telearbeit im Dienste der Mitarbeiter, Eigentümer, Kunden und Mitwelt

In diesem Kapitel soll gezeigt werden, dass Telearbeit für alle Anspruchsgruppen Veränderungen bringt. Für jede Anspruchgruppen werden einige Teilbereiche aus dem Arbeitsumfeld beleuchtet. weiter

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7) Schoch Rolf B., Telearbeit: Eine soziotechnische Innovation in der Arbeitswelt, Zürich 1992, S. 394.
8) Vgl. Schoch Rolf B., Telearbeit: Eine soziotechnische Innovation in der Arbeitswelt, Zürich 1992, S. 395 .
9) Diese bestand vor allem aus Abtippen von Adresslisten oder Manuskripten und wurde vorwiegend von verheirateten Frauen mit kaufmännischer Ausbildung geleistet.

 
 
 
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