In erster Linie unterliegt die Aufteilung der Kosten zwischen Unternehmen und Arbeitnehmer einer vertraglichen Aushandlung. Die effektiven Investitionen hängen somit stark von diesem Vertrag ab. Häufig übernimmt die Firma aber einen grossen Teil der anfallenden Kosten.29
Da es heute üblich ist, dass fast jeder Mitarbeiter einen Computer und ein Telefon zur Verfügung hat30, fallen insbesondere Installationen von zusätzlichen Anschlüssen (z.B. ISDN), Faxgerät und Telefonbeantworter als zusätzliche Gerätekosten an. Zunahmen entstehen vor allem bei Telefonkosten.31 Diesen höheren Aufwendungen stehen jedoch Reduktionen beim Mietaufwand durch Wegfall von Bürofläche entgegen. Zudem kann davon ausgegangen werden, dass speziell die Telefonkosten infolge grösserem Wettbewerb in der Telekommunikationsbranche in Zukunft sinken werden.
Angaben über direkte Auswirkungen der Telearbeit auf die Kunden konnten in der Literatur nicht gefunden werden. M.E. erhält der Kunde jedoch u. a. folgende Nutzen:
Da bei Telearbeit die Zahl der "Niederlassungen" einer Firrna vervielfacht wird, ist der potentielle Weg kleiner, welcher der Kunde zur Firma zurücklegen muss. Der Kunde spart somit Transportkosten und Zeit. 32
Der Kunde erhält indirekt z.B. durch höhere Motivation der Mitarbeiter, längere Verfügbarkeit der Dienstleistungen, bessere Qualität der Produkte33 oder billigere Produkte33 einen höheren Nutzen. weiter
________________________________________
27) Lenk Thomas, Telearbeit, Berlin 1988, S. 56. Anzumerken ist jedoch, dass dannzumal die Kommunikation weit komplizierter war und demzufolge weniger angewendet wurde als heute. 28) Vgl. Lenk Thomas, Telearbeit, Berlin 1988, S. 57. Zudem kann infolge einer niedrigeren Fluktuation der Mitarbeiter eine Kontinuität der Qualität beibehalten werden. Vgl. Jaeger/Bieri/Dürrenberger, Telearbeit - von der Fiktion zur Innovation, Zürich 1987, S. 16.
29) Vgl. Lenk Thomas, Telearbeit, Berlin 1988, S. 66. Bei der Firma Zutt & Partner werden alle Investitionen bezahlt. Zudem wird ein Teil der Miete übernommen. Vgl. Interview mit Philipp Zutt jr. vom 18. April 1996.
30) Normale Bürogeräte wie Schreibmaterial, Locher etc. müssten auch an einem Arbeitsplatz in einer Zentrale zur Verfügung gestellt werden.
31 ) Die Telefonkosten der Firma Zutt & Partner belaufen sich auf fünfstellige Beträge pro Jahr. Vgl. FN 34
32) Die gleichen Ersparnisse gibt es für die Firma, wenn der Mitarbeiter Kundenbesuche macht. Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 31, 6. Februar 1992, S. 35.
33)Vgl.3.2.2 Auswirkungen auf die Qualität der Arbeit / Vgl.3.2.1 Auswirkungen auf die Produktivität
| Inhalt |