3.4. Mitwelt

Aus der Sicht der Mitwelt beschränke ich mich auf die Auswirkungen der Telearbeit auf die Umwelt. Durch die Telearbeit fällt zumindest ein Teil der täglichen Pendlerströme weg. Dies hat nicht nur indirekte Auswirkungen auf die Lohnkosten34 sondern auch direkte Auswirkungen auf die Umweltbelastung35 durch die Pendler. Durch den Wegfall des Pendelverkehrs wird erheblich Energie gespart. Das Verhältnis des Energieaufwandes vom Auto zur Telekommunikation liegt bei ca 29:1 und bei öffentli- chen Verkehrsmitteln zu Telekommunikation bei ca. 11:1.35

Telearbeit wird sich zudem auf die externalisierten Umweltkosten auswirken. So nimmt nicht nur die Luftverschmutzung ab, sondern auch die Lärmemission wird reduziert. Weitere positive Auswirkungen, welche durch Verkehrsreduktion herbeigeführt werden, sind z.B. weniger Staus und damit wiederum geringerer Energieverbrauch und weniger Unfälle.

4. Die Firma Zutt & Partner36

4.1. Ein Überblick über die Telearbeit in der Firma Zutt & Partner

Die Firma Zutt & Partner ist eine mittelgrosse Werbe- und Kommunikationsagentur37 mit ungefähr 15 Vollzeit- und vier Teilzeitmitarbeitern. Zutt & Partner ist eine Kommanditgesellschaft mit 11 Mio. CHF Umsatz, welche elf Kommunikations-Zellen38 als alternierende Telearbeitsplätze einrichtete.

Telearbeit wird bei der Firma Zutt & Partner als Arbeit mit modernsten Kommunikationsmitteln39 in einem gemeinsamen Büro (nicht im Sinne von Satellitenbüros) oder zu Hause verstanden. In diesem Sinne sind alle Personen der Firma Zutt & Partner Telearbeiter und neueintretende Personen lernen so von Beginn an mit den entsprechenden Kommunikationsmitteln umzugehen.40 weiter

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34) Geht man davon aus, dass die Transportkosten zwar von den Arbeitnehmern getragen werden, indirekt aber die Arbeitgeber "durch höhere Gehälter für Angestellte in Stadtzentren, durch Bereitstellung von Parkmöglichkeiten" oder durch Abgaben an den Staat zur Kasse gebeten werden, müssen sie indirekt von den Firmen übernommen werden. Vgl. Maciejewski P., Telearbeit - ein neues Berufsfeld der Zukunft, Heidelberg 1987, S. 17.
35) "In der USA wird etwa ein Viertel des verbrauchten Benzins im Pendelverkehr verbrannt." Vgl. FN 34/ Vgl. Jaeger/Bieri/Dürrenberger, Telearbeit - von der Fiktion zur Innovation, Zürich 1987, S. 17. 36) Die Statements sind mehrheitlich aus dem Interview mit Philipp Zutt jr. vom 18. April 1996 entnommen. Philipp Zutt jr. ist der Sohn von Hans Peter Zutt, welcher Mitgründer der Firma Zutt und Partner ist.
37) 1991 ist zudem eine Firma mit dem Namen Zutt & Partner Kommunikationsberatung gegründet worden. Die Firma Zutt & Partner ist seit 1994 European-Community-Telework-Telematics-Forum Koordinator der Schweiz.
38) Als Zelle wird ein räumlich getrenntes Büro verstanden. Zellen gibt es in Niederuster, Dietlikon, Bubikon, Riein/Signina (GR), Wolfhausen, und in Zürich.
39) Die Firma Zutt & Partner braucht in erster Linie E-Mail, Telefon, Fax, Voicemail und den Postversand.
40) Zuerst arbeiten alle Personen in der Zentrale in Bubikon. Nach ungefähr einem Jahr ist die Einschulung der Personen beendet. Die Wissensvermittlung wird mit einem Patensystem organisiert.

 
 
 
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