Telearbeit zu Hause erfolgt auf freiwilliger Basis, das heisst, man kann aber man muss nicht zu Hause arbeiten. Die Benutzung der Kommunikationsmittel ist jedoch für alle erforderlich.
Die Isolation eines zu Hause arbeitenden Angestellten wird durch Brainwriting42, Einrichten von Sprechstunden43 und geplanten informellen Treffen wie Essen, verhindert. Sprechtermine können zudem direkt in den elektronischen Terminkalender der jeweiligen Person eingetragen werden (electronic scheduling). Die so abgemachten Treffen sind nach Aussagen von Philipp Zutt im Vergleich zu den "Small-talks im Treppenhaus" auf der geschäftlichen und auf der zwischenmenschlichen Ebene intensiver.44 Z.T. werden mit dem Mail-System auch Fragen gestellt, welche man nicht stellen würde, müsste man jedesmal eine Person stören.
Beim Einrichten eines Telearbeitsplatzes werden die Investitionskosten, darunter fallen in erster Linie Schulung, Raum, Computer mit Drucker und verschiedene Verbindungsleitungen, fast vollständig vom Geschäft übernommen.45
Vorteile für den Telearbeiter liegen u.a in der flexiblen Arbeitszeit und im flexiblen Arbeitsort. Hinzu kommt auch die Präsenz bei der Familie; so kann z.B. der Firmeninhaber Hans Peter Zutt die Abendgeschichte für seine achtjährige Tochter erzählen.
Wegen dieser Möglichkeit, für die Familie da zu sein, muss aber eine klare Abgrenzung zwischen Arbeit und Familienleben vollzogen werden.
Für den Eigentümer zählen neben allen Vorteilen, welche Telearbeit im Zusammenhang mit den Mitarbeitem hat, auch noch folgende: Telearbeit steigert die Motivation und Effizienz der Arbeit und des Gesprächs der Mitarbeiter. weiter
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41) Vgl. Kapitel 3.1.2 Auswirkungen auf die Arbeitszufriedenheit.
42) Brainwriting kann als Brainstorming auf dem Computer verstanden werden: Mehrere vernetzte Personen schreiben ihre Gedanken mit dem Computer nieder. Sie erscheinen nun auf den Bildschirmen der anderen Personen. Häufig ist man zudem auch mit dem Telefon (Freitaste) verbunden.
43) Häufig geben die Mitarbeiter der Firma in den, von den anderen abrufbaren Terminkalender, Zeiten an, in welchen sie erreichbar sind.
44) Im weiteren entwickeln sich auch via Mailbox Sprechkulturen, welche sich mit "Small-talks" vergleichen lassen. "Der Besuch und das Gespräch bekommen einen deutlich höheren Stellenwert." Der Zürcher Oberländer, Ein Ausweg aus der vaterlosen Gesellschaft, 22. Mai 1991, S. 7.
45) Die Investitionen betragen ca 20'000.- CHF pro Telearbeitsplatz. Dabei sind ca. 80% Einführungs- und Schulungskosten.
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