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Heimarbeit hat viel mit Lebensqualität zu tun

Zu Urgrossmutters Zeiten war es selbstverständlich, seinen ArbeitspIatz im eigenen Heim zu haben. Niemand kam auf die Idee, täglich viel Zeit damit zu verbringen, vom Wohn- zum Arbeitsort zu pendeln. Heute hat Heimarbeit einen fast negativen Beigeschmack. Dass dies völlig falsch ist und dass dank der modernen Technik Heimarbeit sehr viel Gewinn bringen kann, beweist eine Firma im Kanton Zürich.

«Die Zeit war schuld. Überall hörte man Schlagwörter wie "Aussteigen", "vaterlose Gesellschaft" und "Grüne Welle". Irgendwo wollten wir da auch mitmachen. Ausgestiegen sind wir zwar nicht, zumindest nicht im Sinn des damaligen Verständnisses von . Alternativ im ursprünglichen Sinn des Wortes sind wir jedoch geblieben.» «Alternativ» heisst für Hans Peter Zutt, Chef einer Zürcher Werbeagentur, sich nicht in das Schema und Verständnis von gängiger Betriebsorganisation einzwängen zu lassen. Den Rahmen bilden zwar Blockzeiten, an denen der Computer aktiviert sein sollte. «Ob auch jemand davor sitzt, lässt sich allerdings nur schwer feststellen», lächelt Hans Peter Zutt. Der Grund ist einfach. Die meisten seiner Mitarbeiter haben ihrBüro nicht in der Nähe des Chefs, sondern bei sich zu Hause. Und auch Zutt selber ist nur durch eine Tür von Frau und Familie getrennt. Telearbeit pur. Ohne das schlechte Image, welches diesem Begriff, meist zu Unrecht, anhaftet.

Moderne Telearbeit bedeutet nicht, mit kleinen geröteten Augen stundenlang vor einem flimmernden Bildschirm zu sitzen. Ebenso ist die Überzeugung falsch, dass Telearbeit mit monotoner, unqualifizierter Tipparbeit zu tun hat. Wer allerdings in einem «Chefzimmer-Sekretärinnenbüro-Verhältnis» die optimale Organisation eines kaufmännisch arbeitenden Betriebs sieht, für den ist die Telearbeit mit den obigen Klischees untrennbar verbunden.

In den Köpfen vieler Leute hat der Begriff «Telearbeit» viel mit Bildschirm und Tipparbeit zu tun. Bei Zutt & Partner spricht man deshalb von «Telekommunikation» und «Raum-Management». Zitat aus der Firmenbroschüre: «Räumliche Barrieren sind dazu da, um niedergerissen zu werden. Nicht nur innerhalb eines Hauses.» Die Zürcher Werbefirma wendet dieses Raummanagement schon seit Jahren erfolgreich an. Und es soll ganz neue Dimensionen eröffnet haben. weiter

Von Hansjörg Wilhelm (Text) und Andri Pol (Fotos)

 
 
 
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