Die folgenden Jahre brachten mehr Professionalität. Der Partner von Hans Peter Zutt zog mit den Grafikern in den Dachstock einer Weinhandlung. Zutt selber organisierte den kaufmännischen Bereich im eigenen Reiheneinfamilienhaus. «Das allerdings brachte einige Probleme. Denn Telekommunikation bedeutet nicht, dass ein Teil der Küche oder des Kinderzimmers zum Arbeitsplatz umfunktioniert wird. Ohne strikte Trennung von Wohn- und Arbeitsbereich kein produktives Arbeiten!»
Da sitzt der denn nun, der Telearbeiter - nicht zwingend männlichen Geschlechts -, dessen wichtigstes Arbeitsinstrument heute der Computer ist. Der Computer als Bürokollege? Ist hier die Vereinsamung nicht programmiert? «Durchaus nicht», weiss Firmengründer Zutt zu erzählen. «Die moderne Technik hat uns verschiedenste Kommunikationsmittel beschert: Dank Telefon und Computer sind in unserem System auch Mailboxen und Voicemail eine Selbstverständlichkeit. Auch deren Benützung.» Bei Zutt und Partner hat jeder Mitarbeiter via Computernetz grundsätzlich Zugang zu allen anderen Files im System. Arbeiten können ausgetauscht, bereinigt und verändert werden; mit oder ohne gleichzeitig stattfindendem Dialog über mehrere Dörfer hinweg. «Sicher geht ohne Blickkontakt ein Teil der Emotionen verloren), gesteht Hans Peter Zutt. «Davon ausgehend, dass rund 80 Prozent der Kommunikation in einem Unternehmen einseitig verlaufen, sprich keiner Antwort bedürfen, erhalten bei uns die verbleibenden 20 Prozent jedoch eine ganz wesentliche Gewichtung und qualitative Wertsteigerung. Und selbstverständlich werden auch in unserem Betrieb die zwi-schenmenschlichen Kontakte nicht auf Null reduziert, sondern nur bewusster gelebt und angewendet. Wem die Decke auf den Kopf zu fallen droht, der kommt einfach hier in der Zentrale vorbei.» weiter
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