Und bereits sind die ganz Grossen der Medien- und Computerbranche (Turner Broadcasting Systems, AT?, Microsoft und Konsorten) daran, den milliardenschweren Netzwerk-Multimedia-Kuchen unter sich aufzuteilen. Die Giganten üben sich derzeit vorwiegend in der Disziplin der «Fusiomanie» (Monopolbildung). Dazu der Kurator des Medienmuseums in Karlsruhe und Europaratsmitglied Bernhard Serexhe: «Diese Medienkonglomerate nehmen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens massiv Einfluss.»
Deren Spitzenmanager verkünden lauthals die frohe Botschaft einer neuen, gerechteren Weltordnung, in der sich der materielle Besitz verflüchtige. Zynischer Kommentar des Publizisten Roger Köppel: «Solche Aussichten werden in den Slums Jubelsalven auslösen. Der unterernährte Teil der Weltbevölkerung wartet schon seit Jahren auf Datennetze nach der ISDN-Norm, in denen sich dann Partnerinserate und Nacktbilder digital verschieben lassen...»
lnternet: Weltumspannendes Computernetzwerk, bestehend aus Tausenden von kleineren Netzen. Hervorgegangen aus einem US-Armee-Projekt von 1969. Heute sind 40 bis 50 Millionen Menschen angeschlossen.
World Wide Web (WWW): Grafisch orientierter Bereich des Internets und Hauptursache des explosionsartig gestiegenen Interesses am Netz. WWW-Dokumente (Webseiten) können neben Text auch Bilder, Graphiken sowie Ton- und Filmsequenzen enthalten und computerübergreifend verknüpfen.
Homepage: Einstiegsseite in ein WWW-Angebot, vergleichbar mit der Titelseite eines Heftes.
E-Mail: Elektronische Post.
Modem: Gerät, das Computer über Telefonleitungen miteinander verbindet.
Provider: Firma, die Zutritt zu Computernetzen anbietet (gegen Gebühr).
Online-Dienste: Abrufbares Angebot auf Computernetzen. weiter
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