PRAXIS AKTUELL

Ein Tag im Leben eines Telearbeiters

Unternehmenskultur durch Vernetzung

Philipp Zutt


Zutt & Partner, eine kleine Marketing- und Kommunikationsagentur, betreibt seit siebzehn Jahren aktives Teleworking. Mit zwei Faxgeräten hatte die Firma begonnen, heute ist der Hauptsitz in Wolfhausen (ZH) mit zehn Zellen vernetzt. Der Autor, Sohn des Firmengründers und selbst Teilzeit-Telearbeiter der Net-Agency, schildert einige Stationen in einem möglichen Tagesablauf eines Werbeberaters. Die Beschreibung der angewandten Technik und der Managementinstrumente ist kursiv gedruckt.

Die Sonne fällt auf sein Gesicht. Er ist gerade erwacht und fühlt sich ausgeruht. Er dreht sich und schaut auf den Wecker, welcher vor dreissig Minuten hätte piepsen sollen. Was soll's - die Besprechung beginnt erst in zehn Minuten .

Er ist achtunddreissig; Berater in einer mittelgrossen Werbe- und Kommunikationsagentur. Verheiratet, drei Kinder. Ein Teil seines vierköpfigen Teams arbeitet in der "Mutterzelle", im Hauptsitz des Unternehmens. Zwei seiner Mitarbeiter sind, so wie er, "Einzeller" und erledigen ihre Arbeit tageweise von extern - von zuhause oder von unterwegs. Einer arbeitet freitags auf einem Hausboot.

Es ist acht Uhr fünfundvierzig. Pünktlich sitzt er am Telefon. Nicht in Anzug und Kravatte, sondern in Freizeitkleidung. Der leitende Gestalter erhält letzte Instruktionen für das heutige Fotoshooting. Die beiden brauchen einander nicht zu sehen. Auf dem Bildschirm hat er die Entwürfe. Auf dem Tisch steht das Telefon - mit Lautsprecher, damit er beide Hände frei hat.

Die Technik: Ein Notebook. Mit Farbbildschirm, dazu das Telefon mit Lautsprecher.

Das Telefongespräch ist kurz und intensiv. Nun kann er, wie gewohnt, die wichtigsten Briefe abrufen. Diese sind am Morgen von der Post an den Hauptsitz geliefert und da vom Sekretariat aufbereitet worden. Das Wichtigste findet er jetzt auf seinem Telefonbeantworter. Er verfügt so gleich zu Beginn des Tages über die neuesten Nachrichten.


Der Telefonbeantworter, ein schneller Briefkasten für Ton.

Ebenso schnell, wie er die Mitteilung abhört, trifft er Entscheide: Für wen ist welche Information wichtig? Wer soll was tun? Mit welcher Priorität? Wen informiere ich sonst noch? Die Information fliesst sofort weiter.


Jede Information, jeder Auftrag wird mit einem Prioritäten-Code versehen. Diese Codes sind ein fixer Bestandteil der Unternehmensorganisation und beschleunigen die Kommunikationsflüsse.

Um neun Uhr morgens beginnt, wie immer, die Planungssitzung. Das ganze Team ist dabei.


Telefonkonferenz mit Teilnehmern in mehreren Zellen.

Für heute hat er eine Stunde zur Kundenakquisition geplant. Geschieht das per Telefon, ist gute Vorbereitung das A und 0. Wann hat der letzte Kontakt stattgefunden, welches war der letzte Schritt, und welches wird der nächste sein? Die Akquisitionsdatenbank leistet gute Dienste und liefert die nötigen Informationen schnell und lückenlos, weil sie als Baukastensystem einen direkten Zugriff erlaubt. Der Nutzen: eine lückenlose Geschichte, laufende Betreung,sichtbar für alle. weiter
 
 
 
Punkt 

Vor