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Neue Arbeitswerkzeuge für neue Arbeitswelten

Mehrdimensionale Unternehmensführung mit Informatik

Von Hans Peter Zutt, Geschäftsführer der Werbeagentur Zutt und Partner, Bubikon

Stellen Sie sich einmal vor: Sie kommen am morgen in Ihr Büro, und der ganze Tag ist plötzlich voller neuer, kreativer Freiheiten! Freiheiten, weil Sie sich gewissermassen mehrdimensional durch den Tag bewegen. Weil Sie Raum überbrücken, weil Sie Zeit relativieren und weil Sie Info verflüssigen.

Das ist keine neue Theorie, das ist Wirklichkeit oder viel mehr, es kann Wlrklichkeit sein - was brauchen wir dazu? Es sind doch ausgerechnet die fast alltäglichen oder zu alltäglichen Routinen, die wir nicht mehr beachten. Postwege, Info-Gewohnheiten, Planungsinstrumente, Arbeitstechniken, Führungsprinzipien sind Werkzeuge, die wir tagtäglich anwenden. Wir tun dies, weil wir ohne Werkzeuge nicht arbeiten können. Sind wir uns bewusst, wie wichtig die Art und die Qualität unserer Werkzeuge für uns und für unsere Arbeit sind? Wenden wir nicht immer wieder unsere ganze Energie für die Arbeit selbst auf, anstatt inne zu halten und die Werkeuge, die für unsere Arbeit relevant sind, zu überprüfen?

Überwindung von Raum und Zeit

Sie sitzen (oder stehen, oder liegen) jetzt in einem Raum. Fest steht, dass Sie dieser Raum bestimmt. Sie können nicht gleichzeitig an mehreren Orten sein. Sollten Sie aber manchmal im Alltag, nicht wahr? Muss das so sein? Braucht es denn um «da zu sein», physische Präsenz? Es gibt zwei «Arten» von Präsenz, eine physische und eine nichtphysische. Das mag theoretisch klingen. Wenn wir uns aber bewusst werden, was die Technik heute ermöglicht, wird die Praxis nah. Am nächsten liegt das Telefon. Wenn Sie jemanden anrufen, sind Sie «dort». Heute aber macht die Entwicklung in der Telekommunikation Riesensprünge. Neue Werkzeuge liegen, neben dem Telefon, im Werkzeugkasten. Also können wir auf weit vielfältigere Weise als allein mit dem Telefon Raum überbrücken.

Zurück zu unseren Fragestellungen: Sie finden sich jetzt gerade an einem ganz bestimmten Punkt auf der Achse der fortschreitenden ZeiL Sie sind durch diesen Zeitpunkt ebenfalls bestimmt. Und Sie können jetzt, beim Lesen, nicht gleichzeitig etwas anderes tun. Zum Beispiel einem anderen Menschen etwas mitteilen, ohne ihn zu stören, eine Idee blitzschnell so festhalten, dass sie Ihnen jederzeit wieder blitzschnell zur Verfügung steht, oder entscheiden welches Problem eines Ihrer Mitarbeiter jetzt vordringlich ist. Können wir auf der Zeitachse immer nur das tun, was der gegenwartigen Zeit entspricht? Wenn jemand, dem Sie jetzt etwas sagen wollen nicht da ist, dann können Sie ihm einen Zettel aufs Pult legen oder an den Kleiderschrank hängen oder unter die Wind-schutzscheibe klemmen. Sie bestimmen also einen «Briefkasten» und wenden ihn konsequent an um damit der Zeit ein Schnippchen zu schlagen, indem Sie «Gleichzeitigkeit» der Information erzwingen. Und was ist mit den neuen Möglichkeiten, die uns die Telekommunikation bringt und bringen wird? Vom Telefax zum Televideo und von der Mailbox über Voice-Mail bis zum weiten Netzwerk.

Zum dritten: Überall fliesst Information. Richtig managen heisst richtig kommunizieren. Neu ist das «Tele», das Raum und Zeit relativiert. Kommunikation wird damit zu etwas Allumfassendem. Oder negativ formuliert: Kommunikationsbarrieren, Kommunikationsverzögerungen, Kommunikationslöcher, Kommunikationsschwierigkeiten werden in unserer immer schneller und kleiner werdenden Welt lebensbedrohend. weiter

 
 
 
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