Welche dreijährige Tochter kann ihren Vater ab und zu vom Büro abholen? Eine von vielen Chancen der Telearbeit...
Zutt & Partner schlagen Raum und Zeit ein Schnippchen
Wer von St. Gallen nach Zürich reisen will, steigt umweltbewusst in den Zug und streitet sich mit vielen anderen Zugreisenden um einen der raren Nichtraucherplätze, oder aber er fährt weniger umweltbewusst mit seinem Auto auf der Autobahn in einen Stau, der seiner freien Fahrt schon in St. Gallen, unterwegs bei Winterthur, spätestens aber in Zürich ein Ende macht. Welchen Weg der Mitarbeiter auch wählt, er ist rund eineinhalb Stunden unterwegs und leidet entweder unter schlechtem Gewissen (Auto) oder unter schlechter Atemluft (Zug).
«Unsere Agentur ist wie ein Organismus, der aus verschiedenen Organen und diese wiederum aus verschiedenen Zellen bestehen. Nur befinden sich unsere Zellen nicht alle am selben Ort, sondern sind über die gesamte Nordostschweiz verstreut», meint René Will, EDV-Verantwortlicher bei Zutt & Partner. Die Mutterzelle des Organismus steht in Bubikon im Zürcher Oberland. Dort ist auch das Gehirn der Zelle, ein amerikanischer MAI-Rechner der mittleren Datentechnik, auf dem ein umfassendendes Werbepaket mit Finanzbuchhaltung, Auftragserfassung und -bearbeitung läuft. Die kreative Arbeit läuft auf 26 vernetzten Apple-Macintoshs, vom Mac 111 bis zum llfx. Ein Teil davon steht in Bubikon selbst, «Arbeitszellen» befinden sich aber auch in Neerach, Oberengstringen, St. Gallen, Dürnten, Wolfhausen und sogar in Riein-Signina ob Ilanz. So ist es Hans Peter Zutt möglich, sich zu erholen und doch nichts zu verpassen. Zutt bezeichnet sich als Technikfreak, die ersten Experimente mit Telearbeit machte er schon vor sieben Jahren.
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