Was nicht heissen will, dass man sich bei Zutt & Partner nicht ums Geld kümmert. Finanzielle Vorteile vom EDV-Einsatz sind in erster Linie bei der Rationalisierung der Produktion zu erwarten. Die ist hier recht weit gediehen: Jüngst war die erste Vierfarbanzeige (für die Zürcher Kantonalbank) erschienen, vom Entwurf bis zum Litho (digital auf Diskette und auf der Linotronic ausser Haus belichtet) vollumfänglich am Computer entstanden.
Bereits in seiner eigenen «Zelle»:
CD Christian Erni.
CD Christian Erni ist nach anfänglicher Reserve jetzt begeistert und stimmt seinem Chef gerne zu, wenn er sagt: «Die EDV gibt dem Kreativen die Realisation zurück, so wie es ganz früher schon war.» Wenn die Sache einmal rund läuft, kann viel Zeit und Geld gespart werden.
Der «Drahtzieher»:
Juniorberater René Will.
Bei Zutt & Partner hat man sich nicht damit begnügt, als «Insellösung» irgendwo einen Mac II zu installieren und sich auf einen Mac-Experten für alle zu beschränken. Vernetzung ist Trumpf. Die geht so weit, dass die Apple-Computer für Konzeption, Kreation und Produktion inzwischen vernetzt sind mit einer älteren EDV-Anlage für das Administrative.
Und was ist, wenn plötzlich ein «Virus» auftaucht im Netz? Man hat vorgesorgt. Ein spezielles Programm überprüft automatisch jede von aussen kommende Diskette auf alle derzeit bekannten Computerviren.
Für Hans Peter Zutt ist nichts, wohin man denken kann, tabu. Eine Frage aber ist verboten: «Was bringt das?» ist nur via Ausprobieren ein Thema. Der Drang nach dem Unbekannten und das Bedürfnis, zu nutzen, was die Technik zu bieten hat, sind Zutts Triebfedern - die Neugier als Prinzip, wie er es sagt .
Punkto Personalrekrutierung hat man auch bei Zutt & Partner schon vom ausgetrockneten Markt für gute Werbeprofis gehört. Trotzdem ist Hans Peter Zutt mit Blick auf personelle Aufstockung zuversichtlich: «Wenn sich nur 1°/°° der Werbeleute für uns interessiert. ist der Markt für uns alles andere als trocken.»
Ganz abgesehen davon, dass auch im Werbemekka eine Zutt & Partner-Zelle denkbar ist, falls jemand partout darauf nicht verzichten will. Und soweit bekannt, soll es ja unter den Werbern einige «angefressene Mac-Freaks» geben.
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