Nebst einigen Banken und Versicherungen gehört der Computerhersteller IBM zu den Pionieren der Telearbeit. Rund die Hälfte der 950 Angestellten am Hauptsitz in Zürich arbeiten per Notebook und Mobiltelefon unterwegs oder daheim und teilen sich ihre Pulte am Firmenarbeitsplatz. Deshalb wird diese Form der Telearbeit auch Desk Sharing genannt. "Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht", sagt Pressesprecherin Susan Orozco. "Die Mitarbeiter sind zufriedener, weil sie flexibler arbeiten können."
In den Vereinigten Staaten gibt es bereits 52 Millionen Arbeitnehmer- rund 40 Prozent der berufstätigen Bevölkerung-, die als Selbstständige oder im Angestelltenverhältniszumindest einen Teil ihrer Arbeit zu Hause erledigen. Doch bei uns reagieren die Firmen zurückhaltend. "Viele Vorgesetzte haben Angst, die Kontrolle über ihre zu Hause tätigenMitarbeiter zu verlieren", sagt Roland Ronchi, Geschäftsleiter der Schweizerischen Zentralstelle fürHeimarbeit in Bern.
Die Erfahrungen der Werbe-Agentur Zutt & Partner, die seit 15 Jahren Telearbeiter beschäftigt, widerlegen dieses Argument. "ln Europa geht alles viel länger. Doch auch bei uns wird sich dieses Modell mit der Zeit durchsetzen", ist Juniorpartner Philipp Zutt überzeugt. Madeleine de Couët, beispielsweise, kann sich ihren Lebensunterhalt an ihrem Wohnort am Zugersee oder ihrem abgeschiedenen Ferienwohnsitz in Frankreich verdienen. Ursprünglich verlegte ich wegenmeines Hundes meinen Arbeitsplatz von der Stadt aufs Land.
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