So arbeiten denn auch in modernen und innovativen Firmen wie IBM Schweiz nur gerade 40 Mitarbeiter von insgesamt rund 2000 als «Teleworker». Eingesetzt werden sie für gewisse administrative Funktionen, in der Systemprogrammierung und bei der Rund-um-die-Uhr-Betreuung von Grosssystemen. «In diesen Bereichen ist es dank Teleheimarbeit möglich geworden, die Nachtschichten abzuschaffen», sagt Peter Bornand, Beauftragter für Umweltfragen und Organisation bei IBM Schweiz. Doch Teleheimarbeit im eigentlichen Sinn ist es nicht: Der 37jährige IBM-Mitarbeiter Thomas Stark zum Beispiel, in der Grosssystem-Betreuung tätig, arbeitet seit drei Jahren pro Woche lediglich zwei Tage zu Hause. Auch wenn er diese Heimarbeit nicht mehr missen möchte, schätzt er es doch, die übrige Arbeitszeit mit seinen Kollegen zusammen zu sein.
Diese Möglichkeiten hätten wiederum Auswirkungen auf die Büroorganisation gehabt: Statt eines persönlichen Schreibtisches, der meist unbesetzt wäre, haben rund 300 Arbeitnehmer nur noch einen abschliessbaren Rollcorpus, den sie bei Anwesenheit in der Zentrale zu einem leeren Schreibtisch schieben - jedesmal zu einem anderen.
° höhere Produktivität
° bessere Leistungsqualität
° Kosteneinsparungen in bezug auf den Raum, die Infrastruktur und das Personal
° erhöhte Flexibilität
Diesen Vorteilen sind mögliche Nachteile gegenüberzustellen:
° Isolation des Heimarbeitnehmers und ihre Folgeerscheinungen
° Gefährdung der Weiterentwicklung des Heimarbeitnehmers
° Überforderung des Managements durch Komplizierung der Strukturen
° Mehrkosten im Bereich Informatik
° Probleme mit Geheimhaltung und Sicherheit.
Richard Clavadetscher
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