TELEKOMMUNIKATION Mehrdimensionale Unternehmensführung
Wir verfügen über vielfältige Möglichkeiten der Kommunikation. Neue Kommunikationswerkzeuge können neue Arbeitswelten schaffen. Das heisst, sie könnten es, wenn wir sie richtig nutzen würden. Nur die wenigsten aber verstehen es, die gegebenen Möglichkeiten richtig einzusetzen und sinnvoll anzuwenden. Die meisten kommen nie über Telefon und PC hinaus. Dabei hätte eine auf Telekommunikation basierende Firmenorganisation ungeahnte Vorteile: Familieninteressen könnten gewahrt, Pendlerströme verringert, Energie gespart und Stress abgebaut werden. Stellen Sie sich einmal vor: Sie kommen am Morgen in Ihr Büro, und der ganze Tag ist Plötzlich voller neuer, kreativer Freiheiten! Freiheiten, weil Sie sich gewissermassen mehrdimensional durch den Tag bewegen. Weil Sie Raum überbrücken, weil Sie Zeit relativieren und weil Sie Info verflüssigen. Das ist keine neue Theorie, das ist Wirklichkeit oder vielmehr, es kann Wirklichkeit sein - was brauchen wir dazu? Zuerst ein Zugeständnis an uns selbst: die Erkenntnis, dass jede bestehende Lösung, jeder aktuelle Zustand grundsätzlich in Frage zu stellen ist. Es sind doch ausgerechnet die fast alltäglichen oder zu alltäglichen Routinen, die wir nicht mehr beachten. Postwege, Info-Gewohnheiten, Planungsinstrumente, Arbeitstechniken, Führungsprinzipien sind Werkzeuge, die wir tagtäglich anwenden.
ARBEITSWERKZEUGE
Wir tun dies zu Recht, weil wir ohne Werkzeuge nicht arbeiten können. Sind wir uns aber bewusst, wie wichtig die Art und die Qualität unserer Werkzeuge für uns und für unsere Arbeit sind? Wenden wir nicht immer wieder unsere ganze Energie für die Arbeit selbst auf, anstatt innezuhalten und die Werkzeuge, die für unsere Arbeit relevant sind, zu überprüfen? Können wir nicht leichten Herzens soweit gehen, uns zu fragen, ob Wahl und Funktion unserer Werkzeuge für unsere Leistungen nicht sogar ausschlaggebend seien? Fangen wir also an, in Frage zu stellen. Und machen wir eine kleine, geistig erfrischende Reise weg vom Alltag. Sie sitzen (oder stehen, oder liegen) jetzt in einem Raum. Offen oder geschlossen. Fest steht, dass Sie dieser Raum bestimmt. Sie können nicht gleichzeitig an mehreren Orten sein. Sollten Sie aber manchmal im Alltag, nicht wahr?
NEUE FRAGEN
Hier taucht eine erste, fast unverschämt erscheinende Frage auf: Muss das so sein? Braucht es denn, um «da zu sein», physische Präsenz? Wie so oft steckt in der Frage auch gleich die Antwort: Es gibt zwei «Arten» von Präsenz, eine physische und eine nicht physische. Das mag wiederum theoretisch klingen. Wenn wir uns aber bewusst werden, was die Technik heute ermöglicht, wird die Praxis nah. Am nächsten liegt das Telefon. Wenn Sie jemanden anrufen, sind Sie «dort». Sie sprechen mit einem anderen Menschen an einem ganz anderen Ort wie wenn Sie ihn sähen. Oder fast so. Tausende von Dingen werden so besprochen, mitgeteilt, entschieden. Das Telefon kennen wir eben. Wir sind es gewohnt, weil wir über Jahrzehnte gelernt haben, mit ihm umzugehen. Heute aber macht die Entwicklung in der Telekommunikation Riesensprünge. Neue Werkzeuge liegen, neben dem Telefon, im Werkzeugkasten. Also können wir auf weit vielfältigere Weise als allein mit dem Telefon Raum überbrücken. Oder besser gesagt, könnten wir, wenn wir diese Werkzeuge besser kennen und anwenden würden.
RAUM UND ZEIT
Zurück zu unseren Fragestellungen: Sie finden sich jetzt gerade an einem ganz bestimmten Punkt auf der Achse der fortschreitenden Zeit. Sie sind durch diesen Zeitpunkt ebenfalls bestimmt. Und Sie können jetzt, beim Lesen, nicht gleichzeitig etwas anderes tun. Zum Beispiel einem anderen Menschen etwas mitteilen, ohne ihn zu stören, eine Idee blitzschnell so festhalten, dass sie Ihnen jederzeit wieder blitzschnell zur Verfügung steht oder entscheiden, welches Problem eines Ihrer Mitarbeiter jetzt vordringlich ist. - Sollten Sie aber im Alltag, nicht wahr? weiter